11. November 2008
Natürlich ist man es inzwischen gewohnt, dass vor allem Detlef aber auch der Rest der Jury den verbliebenen Mädchen jeden Donnerstag neu verkünden, dass die nächste Woche die härteste wird, die sie seit Beginn der Popstars-Zeit erlebt haben. Das gehört zum Ritual und wenn man bedenkt, dass sich die „Just 4 Girls”-Staffel quasi auf der Zielgerade befindet ist es ja auch durchaus richtig: Es gab ein paar tausend Mädchen, die sich zu den Castings getraut haben und jetzt sind noch 11 Kandidatinnen übrig.
Natürlich wird da die Luft dünner und sowohl die Chance, am Ende einen der begehrten vier Plätze in der Band zu bekommen aber auch die Chance, noch kurz vor dem Ziel heraus zu fliegen werden immer größer. Da entsteht ein hoher Druck und es ist hart, den auszuhalten.
Aber auch etwas – oder besser – jemand anderes wird immer härter: Tantrainer Detlef Soost. Schon in der ersten Staffel, als er noch „nur” Tanzcoach war verlangte er, Einfluss auf die Jury-Entscheidungen zu nehmen, wenn Kanditatinnen nicht seinen strengen Ansprüchen genügten. Wer „Popstars” über die Jahre verfolgt hat weiß aber auch, dass er auch eine weiche Seite hat, dass er ein fairer Ansprechpartner für die Kandidaten ist und mit ihnen fühlt.
In den letzten Sendungen jedoch kehrte D! nur noch den Drill Instructor raus. Begrüßt die Mädchen mit einem höhnischen Lächeln und verspricht ihnen 80 statt der 50 Liegestütze oder provoziert Ina mit Sprüchen wie „Na? Kann das Küken nicht mehr?”
Und Diyana sagt er ins Gesicht „Du warst mal meine Favoritin – aber ich find Dich nur noch zum Kotzen”
Das ist nicht hart, das ist respektlos.
Natürlich wissen alle, dass es zur Show gehört, möglichst harte Szenen zu zeigen, denn die werden meist zu den emotionalsten. Und überhaupt ist die Auswahl der Szenen, die aus einer Woche Arbeit in die Sendung gelangt natürlich begrenzt und dementsprechend ausgewählt – niemand der Fernsehzuschauer weiß wirklich, wie der Tonfall im Workshop oder jetzt im Bandhaus ist.
Trotzdem gibt es meiner Meinung nach auch für Sprüche, die man sich im Umgang mit einem Menschen erlauben kann eine deutliche Grenze. Na klar: Alle Mädchen, die jetzt noch dabei sind haben sich in die Obhut von D! und den anderen begeben, um eine Chance in einem harten Geschäft zu bekommen. Aber es sind eben auch junge Mädchen, teilweise noch Teenager, die zum Teil das erste mal von zu Hause weg sind und auch jemanden brauchen, der ihnen Halt gibt. Und keine Beleidigungen.
Es mag ja sein, dass D! ein hartes Leben hatte und er mit seiner Kämpferattitüde weit gekommen ist – aber gibt ihm das das Recht die ihm anvertrauten respektlos zu behandeln, um sie auf eine Wirklichkeit vorzubereiten, von der er meint, das man sie nur durch Kampf bestehen kann?
Die Umfrage zum Thema
Was ist Deine Meinung – sag sie uns in der Umfrage oder in den Kommentaren:
Detlefs Sprüche zu den Mädchen werden immer härter - ist das noch ok?
- Klar, er will die Mädchen doch nur für das harte Business vorbereiten. (45%, 103 Votes)
- Nein, der vergreift sich langsam aber sicher im Tonfall. (29%, 66 Votes)
- Er wirkt zwar manchmal respektlos, aber man weiß doch, dass er auch ganz lieb sein kann (26%, 59 Votes)
228 haben schon abgestimmt
Andere zum Thema
Auch andere haben sich schon so ihre Gedanken gemacht – zum Beispiel otiosus bei RPonline – »Popstars wie können die Mädels sich so was gefallen lassen?«.
Bilder: ProSieben





















Geri Says: (am 28. November 2008 um 03:54 )
Liebe Popstars-Macher!
Bei den Titeln für das Bandalbum habt Ihr ja voll ins Klo gegriffen. Wer soll den Schund denn kaufen? Die Band hat meiner Meinung nach mit diesen “Songs” die gleiche großartige Zukunft wie der heisseste Liveakt Deutschlands vom letzten Jahr.
Und natürlich habe ich an der möglichen Besetzung auch was zu meckern. Die besten Girls: Marcella, Laura, Nina und Jill habt Ihr ja schon rausgeschmissen. Von den Typen die jetzt noch übrig sind würde ich Gaby, Antonella und Diyana als Band sehen. Den Rest könnt Ihr zu den Weightwatchers schicken.
Nun denn, bleibt stark!